Überzeugen will gelernt sein

Viele Menschen wollen überzeugender auftreten, wissen jedoch nicht genau wie. Wir möchten Ihnen
hier einige Methoden vorstellen, mit denen Sie andere Menschen überzeugen können. Des Weiteren
gehen wir auf die Abwehrtaktiken ein, damit Sie für alle Fälle gewappnet sind.
Die Maßlosmethode
Diese Methode befasst sich mit dem schlechten Gewissen eines Menschen. So bittet man sein
Gegenüber zunächst um einen kleinen Gefallen. Letztendlich äußert man jedoch den eigentlichen,
enorm großen Wunsch. Da das Gegenüber konsequent und verlässlich wirken möchte, wird der
zweite Gefallen nicht ausgeschlagen werden – getreu dem Motto: „Jetzt hast du mir schon den einen
Gefallen getan, dann kannst du mir den weiteren Gefallen ja wohl auch noch tun.“
Abwehrtaktik:
Bitten Sie um Bedenkzeit! Das Moralzentrum in unserem Gehirn würde ansonsten
voreilige Schlüsse ziehen und Sie würden dem großen Gefallen nachgeben. Je mehr Bedenkzeit Sie
jedoch einfordern, desto realistischer werden Sie die Lage beurteilen können.
Die Seele des Feindes
Die Grundlage für diese Methode ist das Herausstellen von Gemeinsamkeiten, wie beispielsweise
Hobbys oder die Lieblingssportart. Dies sorgt für eine gewisse Sympathie, ohne die kein Vertrauen
aufgebaut und somit keine Überzeugung geleistet werden kann. Das Vertrauen des Gegenübers
gewinnt man indem man also eine Beziehung aufbaut. Selbst wenn die (vermeintliche)
Gemeinsamkeit nicht der Wahrheit entspricht, kann man den Gesprächspartner mit sehr hoher
Wahrscheinlichkeit zu einer Handlung überreden, welche er ansonsten nicht vornehmen würde.
Abwehrtaktik:
Analysieren Sie Ihr – relativ unbekanntes – Gegenüber äußerst genau! Hinterfragen
Sie: Warum zeigt er dieses Verhalten? Was bringen mir die Gemeinsamkeiten? Rhetorik- und
Kommunikationsexperten sagen, dass man sich nicht zu sehr auf diese (vermeintlichen)
Gemeinsamkeiten verlassen sollte. Als Grund nennen die Experten, dass sich auf lange Sicht das
Gefühlszentrum des Gehirns bei engerer Bindung verändert und somit die emotionale Distanz
verloren geht. Daraus resultiert, dass man eher bereit ist persönliche Informationen auszutauschen.
Die Double-Methode
Agenten des amerikanischen Geheimdienstes setzen vor allem auf eins: Kenne die Stärken und
Schwächen deines Gegenübers. Darüberhinaus ist es essentiell auch etwas über die Kultur
beziehungsweise die Herkunft seines Gesprächspartners zu wissen. Bei Verhören nutzen die
Agenten dieses Wissen wie folgt: Der Gefangene muss das Gefühl haben, den Agenten ebenso zu
kennen. Sobald ein Agent also den Verhörraum betritt, ist er eine andere Person – mit einem
Charakter, mit welchem der Verhörte am ehesten sympathisiert. Daraus folgt eine gewisse
Entspannung, in welcher der Gefangene freier redet. Somit wird er auch eher etwas verraten, was
er ursprünglich verschweigen wollte.
Abwehrtaktik:
Hier kann man sich an die Abwehrtechnik für „Die Seele des Feindes“ (siehe oben)
halten. Verweigern Sie am besten eine zu enge emotionale Bindung mit Ihrem Gegenüber. Dies ist
eine relativ verlässliche Methode, keine vertraulichen und persönlichen Informationen
preiszugeben.
Demnächst: Weitere Überzeugungsmethoden:
  • Techniken, mit denen Sie jeden um den Finger wickeln
  • Wie gewinne ich jeden für mich?
Vertrauen wecken

Vertrauen wecken

Als Magier der Überzeugung sollte man vor allem auf einen wichtigen Ansatz nicht verzichten: Wecken Sie Vertrauen beim Gesprächspartner – egal ob Freund oder Feind. Aber wie macht man jemanden zu seinem Verbündeten?

  1. Den Gesprächspartner besser kennen, als sich selbst! Es sollte folgende Regel gelten: Beim Betreten eines Raumes ist man eine andere Person – nämlich die, mit der sich der Gesprächspartner am besten identifizieren kann. Dazu sollte man sich im Vorfeld natürlich Informationen beschaffen, wie beispielsweise Herkunft, persönliches Umfeld sowie Stärken und Schwächen des Gegenübers.
  2. Den Gesprächspartner unter keinen Umständen unter Druck setzen! Woher weiß man ansonsten, ob das, was der (bald) Verbündete sagt, auch wirklich der Wahrheit entspricht? Es ist so etwas wie ein menschlicher Schutzreflex, dass man unter Druck eher das äußert, was der Gesprächspartner hören möchte – ohne es aber wirklich so zu meinen.
  3. Dem Gegenüber Respekt zollen! Es ist wichtig schnellstmöglich Gemeinsamkeiten herzustellen und die Wünsche des Gesprächspartners zu respektieren und möglicherweise sogar wahrzunehmen. Denn so erlangt man am schnellsten sein Ziel: Vertrauen wecken!

Vertrauen wecken und somit auch überzeugend wirken, ist des Weiteren ein wichtiges Thema im weiten Feld des Internets. Auch hier gibt es diverse Empfehlungen nach denen man handeln kann, um besonders zu überzeugen. Unsere Tipps für die Online-Persuasion, zum Beispiel in sozialen Netzwerken:

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Die Magie der Überzeugung

Die Magie der Überzeugung

Jeder von uns sollte sich bewusst machen, dass jegliche Art von Kommunikation letztlich darauf aus ist, dass wir unsere Überzeugungen und Meinungen äußern und verteidigen. Dabei nutzen wir neben unserer Körpersprache u.a. auch mehr als 15.000 gesprochene Wörter pro Tag. Der Einsatz dieser und weiterer Hilfsmittel hilft uns andere Menschen zu überzeugen – möglicherweise sogar zu manipulieren. Aber wie werde ich Magier der Überzeugung?

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Die Super-Persuasion (10 Überzeugungstechniken, die es in sich haben)

Die Super-Persuasion (10 Überzeugungstechniken, die es in sich haben)

Alle Menschen nutzen diverse Strategien, um die Gesprächspartner von der eigenen Meinung zu überzeugen – und das nicht nur im Urlaub :). Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass einige dieser Strategien unter besonderer Vorsicht verwendet oder gar vermieden werden sollten. Aber wer diese Strategien nicht kennt, kann sie schließlich auch nicht bei anderen kennen und darauf reagieren. Die bekanntesten 10 Überzeugungsstrategien stellen wir hier vor:

1.     Anchoring: Das Ankern stärkt die eigene (Macht-)Position. Bei Verhandlungen das erste Angebot abzugeben oder die erste Forderung auszusprechen sorgt für einen eindeutigen Vorteil gegenüber dem Gesprächspartner.

Noch mehr Techniken …?

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Hypnose in Sekunden (Vorsicht: Blitzhypnose)

Hypnose in Sekunden (Vorsicht: Blitzhypnose)

2172Der Kursteilnehmer Niklas erzählte vor einiger Zeit in einem Seminar folgende Geschichte: Er war in der Stadt unterwegs, als ihm ein unbekannter Mann gegenüber trat. Dieser schaute ihn freundlich an, sagte „Hallo“ und streckte ihm die Hand entgegen. Niklas reichte ihm ebenfalls die Hand, ohne großartig darüber nachzudenken, was er tat – es passierte irgendwie automatisch. Das Schütteln einer fremden Hand ist meist ein Verhalten, was wir ohne bewusste Entscheidung einfach ausführen. Der Unbekannte beendete den Handschlag schließlich und formte seine Hand zu einer Schale unter der Hand von Niklas. Mit der anderen Hand umfasste er das Handgelenk. Der Mann zupfte nun mit der „Schale“ an Niklas‘ Hand, dabei sollte Niklas von fünf bis null herunter zählen. Niklas konzentrierte sich dabei vollends auf die Zahlen. Bereits bei der Zahl zwei ließ der Unbekannte die Hand von Niklas los und schaute ihm in die Augen. Dabei sagte er ruhig „Schau“ und berührte Niklas‘ Stirn mit einer Hand. Im gefühlt gleichen Moment nahm er wieder Niklas‘ Hand und zeigte mit dieser auf seine eigene Hand: „Schau auf deine Hand und schließe die Augen. Halte deine Augen geschlossen und gebe mir die Einkaufstasche aus deiner anderen Hand.“

Klingt wie im Fernsehen? Irgendwie schon, aber Niklas hat das wirklich erlebt. Niklas konnte sich in diesem Moment nicht erklären, was mit ihm geschieht. Alles fühlte sich wohlig warm an – eine Art Trance-Zustand, wie Niklas im Seminar erzählte. Erst einige Augenblicke später merkte Niklas, dass seine Einkaufstausche verschwunden war – und auch der Unbekannte. Total verwundert, perplex und auch irgendwie wütend, entschied sich Niklas für einen Kaffee im nächsten Bistro. Er hatte gerade bestellt, als sich ihm der unbekannte Mann erneut näherte. Der Fremde setzte sich ihm gegenüber und stellte zeitgleich die Einkaufstasche neben Niklas. Natürlich fragte Niklas nach, was genau geschehen ist und wie es überhaupt so weit kommen konnte, dass er die Einkaufstasche ohne Widerstand übergeben hatte. Der Unbekannte erklärte ihm daraufhin die Beeinflussung durch die sogenannte Blitz-Hypnose – die Hypnose binnen weniger Sekunden. Dabei beruht Blitzhypnose auf der Annahme, dass viele Menschen im Laufe des Tages mehrmals unbemerkt in eine Trance fallen und diesen Zustand auch genauso unbemerkt wieder verlassen.

Genau genommen handelt es sich bei Niklas‘ Erzählung um den sogenannten hypnotischen Handschlag. Die Beeinflussung durch Blitz-Hypnose folgt zwei Prinzipien: Das erste Prinzip ist das von Niklas beschriebene automatische Händeschütteln, wenn uns jemand die Hand reicht. Während dieses automatisierten Verhaltens wird eine Unterbrechung eingefügt. In Niklas‘ Fall: Das Unterbrechen des Händeschüttelns und die dadurch entstehende Verwirrung. In diesem Bruchteil eines Moments öffnet sich der Zugang zum Unterbewusstsein und der Gesprächspartner kann uns unterschwellig beeinflussen. Prinzip Nummer zwei ist das Füllen dieser kurzzeitigen Lücke. Der Unbekannte zupfte zum Beispiel an Niklas‘ Hand und sprach mit ihm in ruhigem Tonfall. Daraufhin gab Niklas ihm seine Einkaufstasche. Unser Verstand füllt dadurch diese kurzzeitige Lücke, denn Lücken sieht unser Verstand gar nicht gerne. Das sind die zwei Prinzipien der Blitz-Hypnose beziehungsweise des hypnotischen Handschlags. Haben Sie jetzt Lust hypnotische Sprachmuster zu testen?

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