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Übung macht den Meister – Blogbeitrag von Martin Rettmer

„Du bist, was Du immer tust.“ Aristoteles

Du kennst das vielleicht: Eine neue Herausforderung wartet auf Dich, nur wie fängst Du am besten an? Kann ich das überhaupt schaffen? Bin ich gut genug? Nur, wenn Du anfängst, kannst Du diese Fragen beantworten. Oft fehlt uns aber genau dazu der Mut.

Die Frage, die Du Dir stellen solltest, sollte heißen: WIE bekomme ich etwas hin und nicht
OB ich das hinbekomme. Mit einer positiven Einstellung ist alles möglich. Ist es nicht ein Wunder, dass Du heute laufen kannst? Das konntest Du Monate lang nicht! Ich gehe davon aus, dass Du diesen Text heute lesen kannst. Das konntest Du Jahre nicht! Alles, was wir schaffen wollen, können wir auch tun.

Ein schönes Zitat dazu ist: „Du musst nicht Weltklasse sein, um anzufangen aber Du musst
anfangen, um eines Tages Weltklasse zu sein.“

Was hast Du nicht begonnen, weil Dein Zweifel stärker war, als Dein Mut? Welche Träume hast Du noch nicht verwirklicht, weil da noch so viele Gefahren lauern?

Eine Geschichte aus meinem Leben:

Stell Dir vor, ich bin in der Energiebranche tätig und in meiner Funktion muss ich täglich
Energiemengen für den Folgetag bestellen. Jeden Tag die gleiche Prozedur. Was ich heute in 20 – 30 Minuten erledige, konnte ich mir anfangs nicht im Ansatz vorstellen. Da habe ich also 4 Internetseiten parallel dazu aufgerufen, dazu 2 Excel-Tabellen mit 12 bzw. 8 Reitern und hunderten Zahlen. Zwischen diesen Seiten springe ich bei bestimmten Schritten hin und her. Das läuft heute alles „automatisch“.

Aber damals, an meinem ersten Tag, bekam ich die Einweisung in das System und saß neben meinem Kollegen. Meine Augen wurden immer größer. Wer soll sich diese vielen Schritte merken? Was hat der jetzt gemacht? Wo kam die Seite jetzt her? Äh, was für eine Zahl brauche ich? Nach 60 Minuten war ich völlig platt. Nichts an Wissen war in mir geblieben. Ich hatte alles vergessen.
So ging das die ganze Woche. Hier was Neues, da war wieder was, was ich noch nicht kannte
und es kam mir alles fremd vor. In der 2. Woche konnte ich die Schritte schon erahnen, also
manche. Ab und zu fehlte noch etwas, aber es wurde besser. Dann hatte ich wieder etwas vergessen oder war einen Schritt zu schnell, aber es ging vorwärts. Und dann in Woche 3: Ich ging die Schritte schon mit und sagte, wo was zu klicken ist. Ich übernahm, unter Aufsicht, auch schon den Prozess. Wahnsinn! Toll! Es ging ☺ Und irgendwann konnte ich das auch allein und übernahm die Arbeit komplett. Plötzlich machte ich diese Arbeit, als wäre es das normalste der Welt.

Hast Du das schon erlebt?

Das war der Moment, in dem ich verstand: Egal wie kompliziert etwas aussieht, ich kann es
machen, ich kann es schaffen. Wenn Du Dich zu 100% in das Thema reinhängst, wird es Dir
gelingen.

Erst ist der Gedanke, dann kommt die Tat. Diese wird zur Gewohnheit und Deine Gewohnheit macht Dich zum Meister.

Was bedeutet das für Dich als Redner?

Rede vor Menschen und je mehr Du die Möglichkeit bekommst, desto besser wirst Du.
Du hast keine Möglichkeiten vor Menschen zu reden? Glaube ich nicht. Hast Du
Mitarbeiterbesprechungen in Deinem Bereich? Prima, dann sage etwas zu den Themen, über die Ihr sprecht. Ein kurzer Beitrag und Du hast vor Menschen gesprochen. Du bist in einem Verein? Da gibt es Versammlungen, in denen die Mitglieder etwas sagen dürfen. Sprich über ein Thema aus Deiner Sparte, z.B.: „In unserer Trainingshalle sind die Fenster….“ oder „Der Trikotsatz der Fußballer ist …“. Auch hier kannst Du vor Menschen sprechen. Nutze alle Möglichkeiten und Du wirst Deine rednerischen Fähigkeiten um ein Vielfaches verbessern.

Und schon sind wir bei unserer Überschrift angekommen. Übung macht den Meister. Mache eine Sache 1.000-mal und Du wirst ein Meister in dieser Sache sein. Auch die 1-10-20-Regel zeigt das klar auf.

Du brauchst
1 Jahr, um ins „Rollen“ zu kommen,
10 Jahre, um in einer Sache ein Experte und unter den Besten 3-5% zu sein und
20 Jahre, um eine Ikone in Deinem Fach zu sein.

Diese Regel zeigt, dass Ausdauer und ständiges Tun wichtig sind. Üben, verbessern, lernen,
üben: Das ist der Weg zum Meister.

Bruce Lee sagte: „Ich habe nicht Angst vor dem Kämpfer, der 10.000 Kicks kann. Ich habe
Respekt vor dem Kämpfer, der einen Kick 10.000-mal gemacht hat.“ Ist das spannend?

Wenn Du Dich auf eine Sache konzentrierst und diese immer wieder machst, wirst Du ein Meister in dieser Sache sein. Es geht Dir in „Fleisch und Blut“ über. Denke an einen Muskel: Wenn ein Muskel wieder und wieder beansprucht wird, wird diese Bewegung, dieses Gewicht, diese Anstrengung für den Muskel „normal“.

Für Dich bedeutet das, mache Deine Sache mit Leidenschaft, so oft Du kannst und so gut Du
kannst und Du wirst wachsen.

In diesem Sinne wünsche ich Dir alles Gute, viel Durchhaltevermögen und Disziplin auf dem Weg zum Meister.

Wo und wie kannst Du das lernen?

In unserem Sprachmagie®- Blog kannst Du viel lesen. Lesen hilft jedoch nicht so stark wie üben.
Ich weiß noch nicht, wie schnell Du in die Umsetzung kommst, bin aber schon jetzt gespannt, wann ich den kommenden Meister in unseren Sprachmagie®-Trainings begrüßen darf.
In diesem Sinne wünsche ich Dir viel Erfolg bei der Umsetzung und viel Spaß bei Deinen
rhetorischen Übungen mit Sprachmagie®.

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