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Vorbilder: Orientierung an anderen (Vorsicht ist geboten)

Wir sind freie Menschen mit freien Meinungen. Dennoch orientieren wir uns häufig an anderen Menschen die uns als Vorbilder dienen, auch wenn wir das nur sehr ungerne zugeben möchten. Ein drastisches Beispiel hierfür: Psychologen aus den Vereinigten Staaten haben bewusst einen Brand arrangiert. Während des durchgeführten Experiments wurde festgestellt,

dass der Brand umso später gelöscht wurde, je mehr Menschen von dem Brand vernommen hatten. Lediglich 13 Prozent der beteiligten Personen lösten ohne zu zögern den Feueralarm aus, wenn sie sich in einer Gruppe befanden und es plötzlich zu qualmen begann. Alle anderen zögerten und schauten auf die restlichen Personen, die sich im Raum befanden. Dabei dachte scheinbar jeder, dass es sich nicht um eine Notsituation handelt, wenn der andere nicht auf den Qualm reagiert. Die Orientierung an anderen Menschen erfolgt in sämtlichen Lebenssituationen und macht uns äußerst manipulierbar.

Manipulation durch die Stimme – jederzeit möglich

Ihre Stimme kann Sie verraten – sein Sie sich dessen stets bewusst! Wenn Sie beispielsweise aufgesetzt freundlich sind, dann ist ihre Stimme oft unnatürlich hoch. Unsichere Menschen sprechen häufig mit einer sehr tiefen Stimme, sie hoffen dadurch ernst genommen zu werden. Laute Gesprächspartner sind meist ungeduldig und dominant. Eine leise und ruhige Stimme hingegen zeugt von Einfühlungsvermögen. Diejenigen, die schnell sprechen, urteilen oft vorschnell. Jeder, der seine Stimme absichtlich verändert, versucht sein Gegenüber zu beeinflussen. Daher sollte man stets auf die Stimme seines Gesprächspartners achten. Verändert Sie sich während des Gesprächs, sollte man seine Antennen auf den Inhalt ausrichten. Möchte derjenige uns beeinflussen?

Einbildung – ein mächtiges Instrument

Eine Frau hat ständig Kopfschmerzen, die nur auftreten, wenn sie sich in ihrem Haus auf dem Land befindet. Keine Lärmbelästigungen sind weit und breit zu hören, die die Kopfschmerzen verursachen könnten. Aber ein Mobilfunkanbieter hat vor Kurzem einen Funkmast errichtet – einige hundert Meter Luftlinie entfernt. Der Übeltäter ist also gefunden! Die Frau will gegen den Telekommunikationsanbieter klagen. Doch sie findet heraus, dass der Funkmast noch gar nicht in Betrieb war. Ein weiteres Beispiel: Viele in Ihrem Familien- und Bekanntenkreis hat es erwischt – sie sind erkältet. Sie denken sich: “Mist, jetzt wird es mich wohl auch erwischen.” Und schneller als sie gucken können, verspüren Sie die ersten Anzeichen einer Erkältung. Einschätzungen zufolge sind negative Erwartungen ein sehr häufiger Grund für Erkältungswellen, denn viele gehen einfach davon aus krank zu werden und werden es daraufhin dann auch. Allein der Gedanke daran krank zu werden aktiviert gewisse Signale im Gehirn. Und diese Signale werden in körperliche Beschwerden umgewandelt. Jeder sollte sich darüber im Klaren sein: Es ist äußerst wichtig, was wir selbst glauben. Unsere Gedanken beeinflussen uns enorm! Aber auch unser Verhalten und unsere Äußerungen anderen Gegenüber können für Beeinflussung bei anderen Menschen sorgen.

Lesen Sie das nicht – auf gar keinen Fall

Wussten Sie, dass Sie Menschen mit nur einem einzigen Wort manipulieren können? Genau das haben wir gerade mit Ihnen getan! Lesen Sie sich die Überschrift nicht noch einmal durch, das hat keinen Sinn. Was haben Sie gerade getan? Haben Sie etwa doch noch einmal die Überschrift gelesen? Dabei haben wir Ihnen doch davon abgeraten! Unser Gehirn übergeht Worte wie “nicht” oder “kein”. Die Folge davon ist, dass Sie in diesem Fall die Überschrift doch noch einmal lesen, obwohl wir Ihnen geraten haben, dies nicht zu tun. Probieren Sie es ruhig einmal aus: Verschicken Sie Mails an Ihre Freunde und Bekannte mit dem Betreff “Bitte nicht lesen” und Sie werden merken, wie viele von den Empfängern diese Mail letztendlich doch lesen.

 

Weitere Beispiele und Kniffe zum Thema (Sprach-)Manipulation finden Sie demnächst in folgenden Artikeln:

 

 

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